01_Adaptive Sensoren für situativ angepasste Fahrumgebungserfassung

Radarsensoren sind bereits heute für die Umgebungserfassung für Fahrerassistenzsysteme von grundlegender Bedeutung. Die heutige Sensorik ist jedoch in vielen Verkehrssituationen nicht ausreichend genau und robust. Um eine möglichst genaue generische 360°-Umfelderfassung zu ermöglichen, welche sich situativ an die Umgebung und Situation anpasst, sollen neuartige adaptive Radare als Basis für solch eine kognitive Sensorik erforscht werden. Ziel ist, das diese auf wechselnde Situationen reagieren und sich anpassen kann.
Dadurch ergibt sich eine signifikante Verbesserung der Sensorauflösung in Geschwindigkeit, Abstand und Winkel und damit eine genauere und robustere Umfelderfassung. A-drive bietet für dieses Thema die Möglichkeit vernetzt auf den Ebenen der Sensorik und Umgebungsmodellierung zu arbeiten.


Zunächst sollen am Institut für Mikrowellentechnik unter der Leitung von Herrn Prof. Dr.- Ing. Christian Waldschmidt neue Methoden zur adaptiven Modulation von Radar Sensoren untersucht werden. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf nicht-linearen Modulationen. Modulationsansätze wie OFDM und PN, die bereits aus der Nachrichtenübertragung bekannt sind, versprechen ausreichend Flexibilität und sollen auf ihre Anwendbarkeit und ihren Nutzen in einer adaptiven Radarsensorik untersucht werden. Des Weiteren wird untersucht, wie weit sich die Sensoren verschiedener Verkehrsteilnehmer gegenseitig stören, insbesondere beim Einsatz der neuen Modulationen.


Ergänzend werden am Institut für Mess-, Regel und Mikroelektronik von Prof. Dr.-Ing. Klaus Dietmayer ein Konzept zur Nutzung der neuen adaptiven Sensorik in der Fahrzeugumgebungserfassung Adaptive Sensoren für situativ angepasste Fahrumgebungserfassung entwickelt und die neuen Ansätze auf ihren Nutzen und Anwendbarkeit hin untersucht. Im Einzelnen sollen mit diesem Projekt die folgenden Themen untersucht werden:

  • Neuen Modulationsverfahren (OFDM und PN), die situativ angepasst werden können, sodass eine möglichst hohe Geschwindigkeits-, Abstands- und Winkelauflösung erreicht wird.
  • Störungen der Radare verschiedener Verkehrsteilnehmer, insbesondere beim Einsatz der neuen Modulationen.
  • Nutzenbewertung und Konzepte zur Einbindung adaptiver Sensoren in die Fahrzeugumgebungserfassung.

Tech Center a-drive Partner:

Universität Ulm - Institut für Mikrowellentechnik

Universität Ulm - Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik